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Reiseberichte

Unsere Erlebnisse in der Umgebung von Lake Louis, Banff Nationalpark

Reisebericht Alberta, Urlaub mit dem Wohnmobil in Kanada's Westen

 10.06.04: Ankunft im Banff Nationalpark

 Wir wechseln nun vom Jasper Nationalpark in den Banff Nationalpark. Ja, wir haben eine Nationalparkplakette!


 

Unser erster Stopp an Str. 93 ist bei den Athabasca Wasserfällen. Nur 400 m vom Parkplatz entfernt stürzen die tosenden Wassermassen des Athabasca River über einen Felsvorsprung in den schmalen Canyon. Klaus nimmt mir den Foto weg, ich mache zu viele Bilder!!

der Athabasca Wasserfall im Banff Nationalpark, Kanada

Im Hintergrund steht der mächtige Berg Kerkeslin (2956 m). Das Wetter ist bewölkt. Das ist schade. Für unsere Traumstraße haben wir uns doch nur Sonne gewünscht.

Unser nächster Stopp ist ebenfalls an einem Wasserfall. Beeindruckend sind die donnernden Wassermassen und die sprühende Gischt des Sunwapta-Falls. Weiter geht’s auf Str. 93 mit andauernder Sicht auf Berge mit Schnee.

Grandios, erhaben und einzigartig ist die Bergwelt der Rocky Mountains. Wir sind z. Zt. 1600 m hoch, rechts und links ist mittelhoher, lichter Wald mit Kiefern und Cedars. Immer wieder sehen wir Güterzüge mit ca. 200 Wagen und mehreren Loks. Immer wieder stehen am Straßenrand Warnschilder wegen Elchen o.Ä. Am Rastplatz Beauty Creek machen wir Kaffee- bzw. Vesperpause. Ich erkunde die Gegend und fotografiere mir unbekannte Pflanzen.

Erneuter Stopp und Bild mit dem vergletscherten Berg Kitcherer (3505 m). Dann erblicken wir das Columbia Isefields mit dem Athabasca Gletscher. Das Columbia Isefields hat eine Ausdehnung von ca. 325 qkm und ist bis zu 365 m dick. Hier müssen wir wieder einen Stopp einlegen. Wir sind nun ca. 2000 m hoch in einer faszinierenden Gletscherwelt.

Vor uns befindet sich der Ausläufer des Athabasca Gletschers im Jasper Nationalpark. Vom nahen Hotel an der Straße aus kann man eine kleine Wanderung auf den Gletscher machen.

Wir überlegen uns, ob wir das heute noch machen wollen. Es werden auch Schneemobil-Touren auf den Gletscher angeboten. Mit allradangetriebenen Bussen mit riesigen Reifen werden die Gäste auf den Gletscher gebracht.

Doch zuerst suchen wir den nahen Campingplatz Wilcox Creek. Und wieder begegnen uns auf der Straße die unverwechselbaren Bighornschafwidder. Am Campingplatz angekommen, bezahlen wir für Übernachtung Can. Dollar 13,-- in den Kasten und beziehen die Plätze 15 und 17.

Es ist unser höchstgelegener Campingplatz und auch mit 2040 m der höchstgelegene in den Rockies. Die Plätze sind wieder im Wald mit Tischen und Bänken und Feuerstellen.

Karin, Wolfgang und ich haben noch Lust, die Wanderung auf den Gletscher zu machen. Klaus hat keine Lust aufs Eis. Wir fahren mit dem Wohnmobil zum nahen Parkplatz und bewaffnen uns mit einem Schirm. Dann starten wir, leider bei leichtem Nieselregen, auf den Athabasca-Gletscher. Bis wir zum Gletscher kommen, laufen wir ca. 20 Minuten den Hang hinauf. Dann geht’s auf dem Gletscher weiter.

Es ist nicht rutschig, eher fast leicht angetaut. Nach ca. weiteren 15 Minuten kommen wir an eine Stelle, von der es bald sehr aussichtsreich werden könnte, wenn man das bei dem Wetter überhaupt sagen kann. Doch dann sind Hinweisschilder angebracht, daß man ab hier zur eigenen Sicherheit nicht mehr weitergehen soll. Karin und ich gehen noch ca. 50 m weiter. Wolfgang bleibt zurück.

Dann begnügen wir uns mit weniger Aussicht, machen noch ein Bild, und treten den Rückweg an. Immer wieder muß man den Schirm auf und zu machen und es ist auch ein recht frischer Wind hier oben. Wir bemerken am Wegrand immer wieder Jahresmarken, die andeuten, wie weit der Gletscher vor Jahren gegangen ist.

Erschreckend ist der Abschmelzungsprozess dieser Eismasse, hervorgerufen durch die Erwärmung der Erde. Um ca. 1900 reichte der Gletscher noch bis zur heutigen Straße. Wieder am Campingplatz angekommen, machen wir Abendessen. Es gibt Eintopf aus der Dose mit Saiten und Gurkensalat und zum Nachtisch eine Kiwi. Ich habe bemerkt, dass es hier im Wald wieder Erdhörnchen gibt. Sie sind hier etwas anders und etwas dunkler. Mit Schirm und Foto gehe ich auf die Pirsch. Es ist schon sehr abendlich und wird bald dunkel.

Für Fotos muß ich den Blitz einsetzen. Die Erdhörnchen haben ein gut funktionierendes Warn- und Verständigungssystem. Ich sehe sie noch nicht, aber höre ihre auffälligen Schreie. Sie sammeln kleine Tannenzapfen am Boden, setzen sich auf einen Baumast und nehmen den Zapfen zwischen die Vorderfüße.

Dann knappern sie schnell am Zapfen und lassen dabei immer einen Teil fallen. Ist der Zapfen leergefressen, holen sie sich den nächsten und das Spiel geht von vorne los.

mein Freund das Eichhörchen im Banff Nationalparks, Westkanada

Für mich ist das sehr spannend. Sie lassen mich nicht zu nahe kommen und sind gleich auf dem nächsten Baum. Aber, ich kann doch ein paar Superfotos von meinen Freunden machen. Die ca. 50 Plätze dieses terrasssenförmig angelegten Platzes sind am Abend fast alle belegt. Es gibt hier nur Plums-Clos. Vor dem Einschlafen regnet es mächtig. Heute müssen wir uns gut zudecken!

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 11.06.04: Der Mistera Canyon und Ankunft am Lake Louis
 


 

 

Auf 2040 m Höhe haben wir sehr gut geschlafen. Am Morgen ist es sehr frisch. Es wird kaum Plusgrade haben. Wir frühstücken und überlegen, was tun, denn es fängt wieder an zu regnen. Eigentlich wollten wir vom Campingplatz den Weg auf den nahen Berg ansteuern. Bei einer 4 km – Wanderung wollten wir von oben die Superaussicht auf die Eisfelder genießen.

Leider bringt den guten Plan das Regenwetter zu Fall. Ca. 9.30 Uhr fahren wir weiter. Die Berge und Gletscher sind in  Nebel gehüllt. Für diese einmalige Straße 93 hätten wir mehr Sonnenwetter gebraucht.

Nun queren wir den Sunwapta-Pass mit 2030 m und es geht durch Wald bergab. Nach einem kurzen Stopp am Bridal Veil Falls fahren wir weiter bergab durch Wald. Es kommen uns immer wieder sehr große Wohnmobilbusse mit angehängtem Pkw und Fahrradständern entgegen. So etwas kennen wir von daheim nicht.

Beim nächsten Halt schauen wir auf den Weeping Wall, einen 6 Fäden Wasserfall. Die Berggipfel verstecken sich immer noch in Wolken. Die ganze Schönheit der Landschaft hier können wir nur erahnen. Dann Stopp bei „Crosing“, einem großen Souvenierladen mit Hotel.

Straße 93 und Straße 11 treffen hier zusammen. Wir kaufen hier einige Mitbringsel und schauen im Internet, wie die Wettervorhersage lautet. Für die nächsten Tage sieht es nicht sehr gut aus! Hier gönnen wir uns noch einen Kaffee und fahren weiter.

Am Mistera Canyon ist unser nächster Halt. Beeindruckend sind die rund abgeschliffenen großen Steine am Canyon. Auf dem Rückweg von der kleinen Canyon-Wanderung mache ich ein Foto von wilden Orchideen. Wir fahren weiter auf z. Zt. einer Holperstraße, eine Art von Betonplatten. Bei bescheidenem Wetter machen wir Vesperpause am Waterfoul Lake. Dann geht’s höher.

Wir sind auf ca. 2070 m und fahren Richtung Bow Pass. Zum Glück wird das Wetter etwas heller. Wir fahren rechts ab zum Bow-Summit-Aussichtspunkt und trauen unseren Augen nicht. Hell begeistert schauen wir auf den brillant türkisblau leuchtenden Peyto-Lake. Ein fantastischer Anblick. Man kann sich nicht satt sehen. So eine Farbe habe ich einfach noch nicht gesehen und mache gleich mehrere Bilder.

Danach fahren wir weiter durch Wald. Hier hat es noch nicht lange etwas geschneit! Stopp an der nächsten Sehenswürdigkeit, dem Bow Lake. Berge beginnen von Wolken frei zu werden und spiegeln sich im See. Nach Lake Louise sind es noch ca. 35 km und nach Banff noch etwa 90 km. Immer wieder, wenn die Sicht freigegeben wird, blicken wir auf Gletscher, wie hier auf einen Gletscher mit zwei großen runden Löchern.

Der größte Teil dieser legendären Straße liegt zwischen 1600 m und 2070 m Es gibt zwei Pässe mit über 2000 m. Ca. 10 vor Lake Louise stoppen wir am Hektor Lake. Kurz vor Lake Louise stößt unsere Panorama-Straße 93 auf den Highway 1. Unser Icefields Parkway ist damit beendet.

Ab jetzt dürfen auch wieder Lastautos fahren. Klaus zählt immer wieder die Achsen der LKW´s. In Kanada dürfen auch Achtachser fahren.

Wir kommen nach Lake Louise und am Himmel zeigen sich ein paar blaue Flecken. Wir informieren uns im Verkehrsbüro und trinken nebenan in einer Bäckerei Kaffee. Dann fahren wir zum Campingplatz Lake Louise. Am Eingang bezahlen wir Can. Dollar 26,-- und bekommen unseren Platz mit Strom zugewiesen.

 Nach unserem Wohnmobil-Abendessen, Spaghetti, Tomatensoße und Gurkensalat, machen wir noch einen Abendspaziergang im weitläufigen Campingplatz und sind auf Bärensuche.

Ein Teil des Platzes ist wegen Grizzly`s mit Jungen gesperrt!! Wir schauen hinein. Es bewegt sich aber nichts. Das Wetter am Abend ist trocken und frisch. Wir duschen noch und lassen uns in die Kissen fallen.

 Reise Know How - Kanada, der Westen
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 12.06.04: Eine Wanderung am Lake Louis
 

 
  

Um ca. 9.30 geht es gut gefrühstückt wieder los. Eine weitere Nacht auf diesem Platz buchen wir gleich beim Ausfahren und bezahlen nochmals Can. Dollar 26,--. Lake Louise wir kommen!

Doch das Wetter wird wieder schlechter, es nieselt leicht!! Das bessere Wetter wollen wir uns für den Lake Louise aufheben und fahren nun zuerst an den Moraine Lake.

Es geht bergig rauf und runter. Ich schaue rechts und links der Straße eifrig nach Bären, die ihr Frühstück einnehmen. Anscheinend sind sie damit schon fertig und sind wieder im Wald!

Wir sind nun 15 km südl. von Lake Louise im Banff Nationalpark und schauen auf den türkisen Moraine Lake, einem der schönsten Seen Kanadas. Den besten Aussichtspunkt haben wir vom 24 m hohen Gipfel des Moraine Lake Rock Pill. Nach einem kleinen Rundgang am See mit seinem Bergpanorama und bunten Booten fahren wir wieder zurück und zum Lake Louise.

Der Lake Louise ist Kanadas berühmtester, meistfotografierter Bergsee und zeigt sich milchiggrün. An der Uferpromenade vor dem legendären Grandhotel Chateau Lake Louise pulsiert das Leben.

Der See liegt umrahmt von Bergen und vor der traumhaften Gletscherkulisse des Mt. Victoria (3464 m ). Um den See gibt es mehrere schöne Wanderwege in die Berge. Im Winter ist das Gebiet um Lake Louise ein bedeutendes Skigebiet.

Es ist jetzt 12.15 Uhr und das Wetter ist ganz gut geworden. Wir laufen zuerst am See entlang immer mit bester Aussicht auf See, Berge und zurück zum Hotel. Unsere Wanderung verläßt den See und wir steigen höher und haben nun Blick in die Gletscher.

Dann geht es rechts in Serpentinen weiter hoch. Wir wollen zum Teehaus am Agnes Lake wandern und dann zurück zu unserem Ausgangspunkt. Es kommen uns Leute entgegen, die andeuten, daß wir beim Abstieg über große Schneefelder müßten. Daraufhin gehen wir wieder ein Stück zurück und nehmen nun den etwas weiter unten beginnenden Höhenweg als Rückweg. Klaus muß auf den Kaffee im Teehaus verzichten.

Wir genießen und fotografieren an aussichtsreichen Stellen den herrlichen See oder das gewaltige, stolze Hotel am See, nun von oben gesehen. Das Wetter hat heute mitgemacht. Wir sind schon fast vier Stunden unterwegs und einigermaßen geschafft.

die berühmte Lake Louis im Banff Nationalpark, Alberta, Kanada

Wir steigen weiter ab, immer mit schönen Ausblicken, und stehen dann vor dem Grandhotel im altehrwürdigen Stil. Hier gönnen wir uns einen Cappucchino zu Can. Dollar 21.-- für uns vier. Im nostalgischen Grandhotel können heute 1100 Gäste residieren. Seinen Anfang hatte es 1890 als einfaches Bahnhotel der Eisenbahngesellschaft.

Da haben wir aber Glück gehabt, es fängt nun wieder an zu nieseln. Kurz vor 18 Uhr kommen wir an unserem Campingplatz an. Klaus geht gleich duschen und ich bereite das Abendessen. Später hört der Regen wieder auf und um 23.15 Uhr ist Bettruhe.
 

 Als weitere Station im Banff Nationalpark fahren wir nun
nach Banff und Umgebung...

 

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das Hotel Days Inn in Downtown Vancouver, Kanada
z.B. das Hotel Days Inn in Vancouver Downtown

 

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